Nachdem ich nun einige Monate mit meinem Piccolo durchs Wohnzimmer „geschwebt“ bin stand für mich eines fest: ein Eco 8 muss her. Ende November 2000 war es dann soweit. Auf der Modellbau Süd in Stuttgart habe ich am Stand von Ikarus beim „Meister“ Norbert Grüntjens selbst einen Eco 8 Bausatz ohne Motor erstanden. Nur mit Schrecken denke ich an diesen „Kampf“ zurück. Nicht wegen Norbert Grüntjens sondern vielmehr wegen meine Freundin, die ich mit auf die Messe genommen habe. Sie war nicht unbedingt der Meinung, dass ein Eco 8 ein unumgängliches Muss ist.. Nun ja, ich habe den „Kampf“ dann doch noch gewonnen und los ging es mit dem Abenteuer Eco 8.
Am Anfang stand der Bau der Mechanik. Eigentlich ist das nicht allzu kompliziert. Aber ich war doch etwas verwöhnt von der Bauanleitung des Piccolos, und so dauerte der Bau mit mechanischem Mischer ca. 8 Stunden (sehr zum Leidwesen meiner Freundin). Nachdem der Eco dann fertig vor mir stand ging ich daran, die restlichen Komponenten zu bestellen. Bei RC-City habe ich dank der freundlichen Unterstützung von Volker Desinger mir die noch fehlenden Teile besorgt.
Motor: Kontronik Fun 500
Akku: 10 Zellen Sanjo 2400
Regler: Kontronik Smile
Empfänger :Graupner C19
Kreisel:Ikarus Robbe Futaba GY401
Servos: Hitec HS81
Zusätzlich hab ich noch einen Freilauf und eine Pichlehre bestellt. Als die Ware nach 2 langen Tagen endlich bei mir eintraf, wurde der Wohnzimmertisch wieder in eine Werkstatt verwandelt. Nach insgesamt ca. 15 Stunden Aufbau war der Heli zum Erstflug bereit. Nur das Wetter spielte nicht mehr mit. Leider ist unser Wohnzimmer dann noch für solche Experimente etwas zu klein. Zwei Wochen später war dann das Wetter so gut, dass ich einen kurzen Startversuch im Garten wagen konnte. Also wurde mein selbstgebautes Trainingsgestell aus 2 Rundhölzer und 4 Tischtennisbällen unter die Kufen geschnallt. Mit dem Heli ging es ab in den Garten. Sender an, Empfänger an und vorsichtig Gas geben. Der Heli wird leicht, heb ab und……dreht sie wie
wild um die eigene Achse. Da gegensteuern nichts brachte, außer das sich der Heli andersherum drehte, packe ich gefrustet wieder zusammen und versuchte die Ursache zu finden. Nachforschungen im Internet ergaben 3. mögliche Ursachen.
1.Zahnriemen falsch herum gedreht (der Heckrotor dreht dann falsch)
2.Wirkrichtung des Servos ist falsch (Ich würde anstelle Gegensteuern noch mehr drehen)
3.Die Wirkrichtung des Kreisels ist falsch.
Kurze Rede langer Sinn….es war der Kreisel. Diesen habe ich dann um 180 Grad verdreht montiert. Zwei 2 Tage später konnte ich den Heli in der Lagerhalle eines Freundes nochmals getestet. Abgesehen von starken Schwingungen und sehr viel Spiel in der Steuerung hielt der Eco 8 sich tapfer in der Luft. Alle 30 Sekunden müsste ich zwar landen, da der Heli sonst aufgrund der Schwingungen nicht mehr kontrollierbar war….aber er flog.
Eines störte mich aber noch an meinem Eco: der mechanische Mischer. Irgendwie hatte ich zu dem Teil kein großes Vertrauen. Abgesehen davon hatten sich die Steuerstangen leicht verbogen, wenn man im unteren Gas / Pitch Bereich etwas Roll gegeben hat. Zufällig hörte ich, dass ein Modellbauhändler ein paar Kilometer entfernt Ausverkauf hatte. Ich konnte eine Graupner MC16/20 für schlappe 300 DM im Komplettset ergattert. Zuhause angekommen, habe ich dann die Mechanik auf elektronisch Mischung umgebaut, den Empfänger getauscht (die elektronische Mischung braucht mindestens 5 Kanäle) und mich an die Programmierung der Steuerung gemacht. Das ist kein Vergleich zu meiner MC 10. Nach sorgfältigem Studium der Bedienungsanleitung war auch diese Hürde nach 2 Stunden genommen. Dann war Weihnachten, keine Zeit zum testen, aber am 27. Dezember konnte wieder getestet werden. Also, Trainings-
gestell unter die Kufen und los geht’s. Der Heli wird leicht, hebt ab und wieder dreht sich wieder nur um die eigene Achse. Mist!!! Nach fehlgeschlagener Fehlersuche und dem Ratschlag meiner Freundin, es ist wie beim Ersten mal und müsse am Kreisel liegen, war ich dann so genervt, dass ich den Kreisel, obwohl ich diesen beim Umbau nicht verändert hatte nochmals um 180 Grad gedrehte. Und was soll ich sagen …er flog abgesehen davon, dass ich die beiden Rollservos vertauscht hatte, was aber kein Problem war. Nicht nur, dass ich das nicht verstehen konnte, aber das grinsen meiner Freundin… nun ja…sie hatte auch noch Recht. Satte 2 Stunden brauchte ich für des Rätsels Lösung, dabei war es doch so einfach. Bei der mechanischen Mischung steht der Servoarm des Heckservos nach oben, bei der elektronischen nach unten, und schon korrigiert der Kreisel falsch herum und der Heli dreht sich nur noch. Gut, aber da waren ja noch diese Schwingungen, die auch nach dem Umbau noch da waren. Eine Anfrage bei der Mailingliste des Ecoclubs (siehe Links) brachte zahlreiche Vorschläge, von denen ich einige umsetzte.
So habe ich die Rotorblätter etwas lockerer festgeschraubt, alle Standardwellen gegen harte Wellen getauscht und eine andere Gas / Pitchkurve mit mehr Drehzahl und vom Sender schaltbar programmiert.
Kreiselempfindlichkeit neu einstellen. Start…..und da steht er nun in einem Meter Höhe wie eine Eins vor mir. Bis der Eco 8 perfekt fliegt, muss ich noch ein paar Einstellungen vornehmen.. Darüber aber später mehr.

Der Umbau zum Jetranger

Nachdem ich nun alles nochmals nachgemessen und genauer eingestellt hatte, war der Eco eigentlich fertig. Nur das Aussehen war noch nicht ganz nach meinem Geschmack. Erstens war mir die Trainerhaube beim Zusammenbau nicht so ganz gelungen (der Klebstoff hat nicht ganz so gehalten wie gewünscht) und machte irgendwie einen „zusammengemurksten“ Eindruck, zweitens sah er in der Trainerversion aus wir ein großer Piccolo. Ich wollte aber einen „richtigen“ Hubschrauber fliegen. Also schnell ins Internet und einen Jet Ranger Rumpf bestellt. Als dieser geliefert wurde war ich erst mal angenehm überrascht. Die beiden Hälften waren schon verklebt und sogar die Scheiben waren schon eingeklebt. Die Bedienungsanleitung war da doch noch ein bisschen älter und hat noch ausführlich den Zusammenbau der beiden Rumpfhälften beschrieben. Also nach Anleitung das Heckrohr und das Landegestell entfernt und den Rest der Mechanik in den Rumpf eingebaut. Eigentlich soll man die Mechanik mit 4 Schrauben im Rumpf befestigen, da diese aber in meinem Bausatz fehlten, und mir eh nicht ganz wohl bei dem Gedanken war die Mechanik mit nur 4 Blechschrauben im Rumpf zu befestigen (der aus ähnlich dünnem Material wie die Trainerhaube ist) habe ich kurzerhand 2 Löcher durch die Befestigungspunkte gebohrt, eine Gewindestange durchgesteckt und mit 2 Stoppmuttern die Mechanik verschraubt. Alles ganz easy bisher. Nun soll man laut Bedienungsanleitung das Heckrohr wieder aufstecken und festschrauben. Aufstecken war ja kein Problem aber wie ich das Rohr wieder festschrauben soll war mir ein Rätsel, da die Stelle soweit hinten im Rumpf war das man mit keinem Schraubenzieher der Welt hinkommen konnte. Löcher wollte ich auf keinen Fall in den Rumpf bohren. Also…. den Bau einstellen und erst mal eine Anfrage in die Mailingliste des Ecoclub gestellt. Dank Volkmar Lang war das am Ende dann überhaut kein Problem mehr. Mann muss nur folgendermaßen vorgehen: Die Mechanik incl. Heckspannung wird außerhalb des Rumpfes eingestellt (das heißt, man baut eine Trainerversion zusammen). Dann wird der Riemen vom Zahnrad an der Mechanik gelöst, die Schraubenverbindung des Heckrohres nicht, und der Heckrotor incl. Zahnriemen nach hinten rausgezogen. Nun wird die Mechanik in den Rumpf geschoben und der Heckrotor plus Riemen von hinten durchgezogen und wieder über das Zahnrad geschoben. Zum Riemen durchziehen empfiehlt sich eine Schubstange mit Gabelkopf, so wie es in der ECO Anleitung beschrieben wurde. Die nächste Hürde war die Befestigung der Haube. Diese wird laut Anleitung mit Klettband befestigt. Leider fehlte auch dieses in meinem Bausatz. In einem Bastelgeschäft habe ich dann ein einigermaßen dünnes bekommen und aufgeklebt. Halten tut die Haube ja, nur das Aufsetzen ist ein gefummelte.
Der Erstflug:
Beim Erstflug war ich dann sehr nervös, da ich das gute Stück nicht gleich wieder zerlegen wollte. Weiter war ich mir nicht sicher, ob er mit meinem 8 Zellen Akku (der 10 Zeller war noch nicht da) überhaupt abheben würde. Also, den Eco hingestellt, vorsichtig Gas gegeben und gleich wieder weg, da der Eco umzukippen drohte. Die Gestänge etwas korrigiert und schon sah alles besser aus. Nur kurz vor dem Abheben drohte er nach hinten zu kippe, was angesichts des fehlenden Hecksporns nicht so toll gewesen währe. Nach ca. 5 Minuten leichten Schwebeflugs war dann auch schon wieder Landen angesagt. Zufrieden habe ich dann zusammengepackt und habe mir zuhause wieder Gedanken über einen Hecksporn gemacht. Einige Versuche mit Draht verliefen nicht zufriedenstellend, da sich dieser sich zu leicht verbogen hat. Die Lösung war eine alte Mobilfunk Autoantenne. Diese habe ich so gebogen dass oben und in der Mitte eine Öse entstanden ist. Oben wurde die Schraube mit der der Heckrotor im Heckrohr verschraubt würde zur Befestigung genutzt und unten wurde ein Loch in das Leitwerk gebohrt. Nun kann dem Heckrotor nichts mehr passieren. Doch nun folgt das nächste Projekt, das Lackieren des Rumpfs, da der beiliegende Dekorsatz doch recht billig aussieht.
Nachlese: Der Eco wurde in der Zwischenzeit mit einem Kontronik Fun 500 Brushless Antriebsset ausgestattet, der Rumpf im ADAC Design lackiert. Wie das ganze aussieht und fliegt.

Der Eco 8 Wolf

Nachdem mein ECO 8 im Ikarus Jet Ranger Rumpf einen Looping mit Störung (Nein, nicht zwischen den Ohren) nicht überlebt hat, stellte sich mir die Frage den Eco wieder als Besenstielmodell aufzubauen, oder dem Kleinen wieder einen Rumpf zu gönnen. Da ich als Trainermodell eigentlich lieber meinen Logo 20 verwende war schnell klar…..ein Wölfchen soll es werden. Also im Internet gesurft, irgendwo hab ich mal was von solch einem Rumpf gelesen….Ahh, gefunden. Bei HF-Modelltechnik einen Komplettbausatz bestellt, der auch nach 2 Wochen bei mir eintraf. Nach dem Auspacken war ich angenehm überrascht, alles war sauber verpackt und in wirklich 100 % Qualität. Einzig die umfangreiche Bauanleitung ist etwas gewohnheitsbedürftig, die Fotos sind etwas klein, und ab und an weiß man nicht was das Foto denn zeigen soll. Nach 2 Wochen Bauzeit (ich hatte Urlaub, als auch viel Zeit) ist er nun fertig. Das bauen hat eigentlich problemlos funktioniert, nur mit dem Lackieren hatte ich wirklich Pech, Ich habe mir für diesen Zweck Farben von Revell Airbrush gekauft (Grundierung, Verdünnung; Schwarz, Weiß und Klarlack) Das ganze hat dann auch wirklich Klasse ausgesehen, bis der Klarlack drauf kam. 30 Sekunden später war es dann um die Lackierung geschehen. Das Weiß hat Orangenhaut gebildet und der Rumpf war so nicht zu gebrauchen. Also insgesamt 12 Stunden mit Verdünnung, Schmirgelpapier den Rumpf wieder Sauber gemacht, neue Nieten aufgebracht (alle mit Weißleim und Zahnstocher) und das ganze noch mal. Dieses mal mit 2 K Autolack aus einer Autolackiererei, das ganze ist so gut geworden dass ich auf Klarlack verzichten konnte. Ganz fertig bin ich noch nicht, Das Fahrwerk gefällt mir noch nicht, und die (Zier) Raketenwerfer fehlen auch noch, aber für die ersten Bilder reicht es.