DJI Spark

Die DJI Spark ist ein wirklich kleiner Quadcopter, welcher inkl. Akku, Kamera und 2 Achs Gimbal kommt. Außerdem gibt es, in der Standartausführung, noch eine Styropor Transportbox, 2 Propeller und ein Ladegerät inkl. Micro USB Kabel dazu.

Eine Fly more Combo wird es in naher Zukunft auch geben welche um einiges mehr an Zubehör beinhaltet, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist das alles noch nicht in Deutschland verfügbar.
Im Gegensatz zu allen anderen Modellen, welche ich bisher in den Fingern hatte, ist die Zielgruppe der DJI Spark nicht Modellbauer, sondern Leute die auf einfache Weise, tolle Luftaufnahmen oder einfach nur ein Selfi machen wollen. So kommt die DJI Spark auch gänzlich ohne Steuerung aus, wenngleich man aber weitere Reichweiten eine optional nachkaufen kann.
In der Grundversion steuert man die DJI Spark entweder mit dem Smartphone oder ganz einfach mit der Hand mittels Gesten. Der Funktionsumfang der Gestensteuerung ist natürlich stark eingeschränkt, aber es funktioniert. Was meinen Nachbarn gedacht haben als ich wie ein Jedi im Garten stand und eine Drohne mit der Handfläche gesteuert habe will ich aber besser nicht wissen.
Aber nun zum eine kurze Beschreibung vom Auspacken bis zum ersten Flug.
Zuerst einmal muss man den Akku laden. DJI versetzt Akkus unter bestimmten Bedingungen in einen Schlafmode, das bedeutet man kann den Copter erst gar nicht einschalten. Also ran an das Ladekabel und warten. In der Zwischenzeit kann man sich schon einmal die App auf sein Smartphone laden. Bei mir war der Ladevorgang nach ca. 45 Minuten abgeschlossen und es konnte losgehen. Um die DJI Spark einzuschalten muss man den Powerknopf am Akku einmal kurz drucken und danach ein zweites mal, ihn aber dann halten bis die Spark angeht. Was als erstes auffällt, ist dass der kleine Copter einen eingebauten Lüfter hat. Nun kann man mittels App eine Verbindung mit der DJI Spark herstellen. Dazu müssen lediglich die WLAN Daten eingegeben werden, welche auf der Transportbox sowie unter dem Akku stehen. Ist dies erledigt, ist die DJI Spark einsatzbereit und man sieht auf dem Display das Livebild der Kamera. Starten tut man den Copter nun indem man die den Startbutton in der App drückt. Der Copter startet dann selbständig und ohne weiteres Zutun. In der App kann man nun die gewünschten Funktionen wählen wie z.B. normale Steuerung (Mode ist frei wählbar) vordefinierte Flugmanöver zum Filmen u.s.w. Die ganzen Funktionen beschreibe ich in einiger Zeit, wenn ich damit etwas vertrauter bin. Ich selber betreibe die App mit einem Xperia Z5 auf Andriod. Die App meldet leider sehr schnell das die Signalqualität schlecht sei, da muss ich mal schauen was ich dagegen tun kann. Leider gibt es die App unter Android im Moment nur in Englisch. Weiter kann man die Gimbal nicht durch heben und senken des Smartphone steuern, man muss dies mittels Touchscreen tun.. Bei der IOS Version der App ist dies möglich und die App kann man auch auf Deutsch einstellen. Auch hatte ich Probleme die Gesten Mode zu aktivieren. Um den Gesten Mode zu nutzen muss man diesen erst in der App aktivieren. Nach dem Einschalten kam dann immer eine Meldung mit allgemeinen Warnhinweisen zum Thema Gesten Mode, aber danach war die Funktion immer wieder aus. Wie ich die Funktion dann letztendlich aktiviert bekommen habe weiß ich leider nicht, nach einigem hin und her ging es schlussendlich auf einmal doch.
Hier ein erstes, wenngleich kurzes Video, welches ich beim zweiten Flug gemacht habe. Also ohne viel Erfahrung mit der DJI Spark und bei ganz schön viel Wind, wie man an den Bäumen sehen kann.

Beim zweiten versuch hat mein Sohn Leon ran müssen.

Zum Schluss nun noch ein paar Fotos vom ersten Flug.

Update 1:
Da die Reichweite mit dem Smartphone in der Software doch sehr begrenzt  ist und das auch im Tracking Mode, fliege ich nun mit dem Controller. Das ist wirklich zu empfehlen. Man hat einfach mehr Gefühl beim fliegen, kann Fotos und Videos einfach per Knopfdruck auslösen, ebenso RTH. Die Bildübertragung zum Smartphone geht nun nicht mehr zur Spark direkt, sondern zum Controller. Ich habe das ganze mittels OTG Adapter an den Controller angeschlossen, so geht das ganze noch etwas fixer.
Wer sich ein Spark kaufen möchte, es geht mit dem Smartphone problemlos, aber mit Controller macht es erst richtig Spaß.

Update 2:
Die Panoramafunktion der Spark ist für mich als Fotograf eine wirklich tolle Sache. Als Panorama im herkömmlichen Sinn würde ich das Ergebnis nicht beschreiben, aber es werden je 3 Fotos in je 3 Reihen fotografiert und zu einem Bild zusammengefügt. Das Ergebnis ist dann im Idealfall ein ca. 50 Megapixel großes Foto. Wenn man das allerdings mit der DJI App mach, dann bekommt man ein Foto das lediglich 1 MB groß ist und die Qualität ist auch nicht so berauschend. Ich habe es dann mit Photoshop CC getestet, da war ich auch nicht richtig zufrieden. Mit Lightroom CC dagegen sah dann das Ergebnis wirklich so aus, wie ich es haben wollte. Da nun aber nicht jeder ein Adobe Fotografen Abo hat, habe ich mich nach einer kostenlosen Alternative gemacht. Fündig geworden bin ich dann bei Microsoft. Der kostenlose Microsoft Image Composite Editor, kurz ICE liefert wirklich tolle Ergebnisse und das ohne viel einstellen zu müssen. Diese Bild von meiner Heimat wurde durch ICE erstellt und natürlich für das Web auf 1024 X 551 verkleinert. Original hat es eine Auflösung von 9533 x 5133 was einer Auflösung von 48,93 Megapixel entspricht. Die Dateigröße des original JPG beträgt 31,7Mb. Leider komprimiert WordPress das Foto so stark, das die Qualität darunter leidet, aber das original ist von der Qualität her wirklich top.

Update 3:

Heute gab es das erste Firmwareupdate der Spark. Lief alles reibungslos, erst das Update auf die Spark geladen, dann auf den Controller. Was mich dann doch überrascht hat, ist die Tatsache, das man die Akkus einzel auch updaten muss. Bei jedem Akku kam nach dem connect ein Hinweis, das die Firmware inkompatibel ist und man muss sie updaten. Ging aber auch problemlos, nur wissen sollte man es.

Update 4:

Das ich mittel OTG Adapter mein Smartphone anschließe habe ich ja schon am Anfang geschrieben. In der Zwischenzeit habe ich mir ein OTG Kabel für eine DJI Mavic gekauft, da mir mein Kabel einfach zu lang war.

Mit diesem Kabel habe ich aber 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Wer auch mit einem OTG Kabel fliegt, hat sicherlich schon bemerkt, daß das Kabel im Controller sehr locker in der Buchse steckt. Das Mavic OTG Kabel hat auf der einen Seite einen etwas modifizierten Stecker. Dieser passt ohne zu wackeln in die Buchse.

Update 09/09 2017

Android vs. IOS

Ich bin absoluter Android Fan und mag Apple Geräte eigentlich nicht. 
Da das IPAD Mini 2 aber noch in den RC Controller passt und um einigen größer ist als man Handy, habe ich mir doch ein solchen zum fliegen besorgt.
Im Moment ist die Sprache bei den Android Geräten in Englisch, während sie bei den IOS Geräten bereits Deutsch ist. Ein Pluspunkt für IOS, wobei mir die Englisch Version auch nichts ausgemacht hat.
Man kann aber bei den Android Geräten die Karten downloaden und sie damit Offline verwenden, das geht bei IOS (noch) nicht, ein Plus auf jeden Fall für Android, denn das vermisse ich wirklich.
Was aber wirklich der Hammer ist, ist die Reichweite. Ich kann mit dem IPAD viel weiter weg fliegen ohne das das Videosignal abreißt (ohne OTG Kabel) als mit meinem Android Handy. Das ist etwas was mich wirklich begeistert. Also so hart wie es für mich ist, IOS ist in Verbindung mir der Spark einfach die besser Wahl.