Tja, was tun wenn alles an einem Heli funktioniert? Man baut ihn um!
Nachdem einer meiner beiden 600er seit über einem Jahr erfolgreich Flybarless fliegt habe ich mich entschlossen das ganze auch bei meinem T-Rex 450 Sport zu testen.
Da mir aber ein V-Stabi, wie im großen Rex, für den kleinen zu kostspielig war, habe ich mich für das Align 3G System entschieden.
Das System kommt mit der 3G Elektronik ,einem neuen Rotorkopf und alle weiteren für die Umrüstung notwendigen Teile.
In meinem speziellen Fall mussten aber erstmals die Servos getauscht werden, da die vom mir verwendeten Taumelscheiben Servos Savox SH-0254 zu langsam waren und das Heckservo Logictech LTG 3100G wollte ich nicht zusammen mit dem System testen.
Als Taumelscheiben Servos verrichten nun Align DS410 ihren Dienst und am Heck werkelt nun ein Align DS420.
So sieht das Setup nun aus:

 

Motor:
Original Align 450M
Regler:
YGE 40 V4
Ritzel:
14 Z
Taumelscheiben Servos:
Align DS410
Gyro:
Align 3G
Heckservo:
Align DS420

Als nächstes soll man nun die Kugelköpfe der Anlenkung zwischen Servo und Taumelscheibe wechseln. Meiner Meinung macht dies bei einem 450 Sport nicht unbedingt Sinn, da die neuen Kugelköpfe genau wie die alten aussehen, ich habe sie aber dennoch getauscht. Der weitere Umbau des Kopfes ist in der Anleitung sehr genau beschrieben und geht recht schnell von statten. Man sollte nur darauf achten alle Schrauben nochmals zu lösen und mit Schraubensicherung zu versehen und den Taumelscheibenmitnehmer möglichst parallel zum Kopf zu befestigen.
Die 3G Elektronik wird nun einfach zwischen Empfänger und Servos eingeschleift, der Sensor mittels beiliegendem Kabel an die Elektronik angeschlossen. Wichtig ist das der Sensor so ausgerichtet wird, daß der Pfeil nach vorne oder hinten zeigt.
Im nächsten Schritt wird nun überprüft ob bei Null Grad Blattanstellwinkel mechanisch alles rechtwinklig ist. In meinem Fall musste ich die beiden Gestänge von der Taumelscheibe zu den Blatthaltern, gegenüber der Anleitung, um 2,5 mm verlängern damit die Null Grad auch wirklich erreicht wurden.
Das eigentliche Setup wird gemäß der Anleitung ausgeführt und ist in wenigen Minuten erledigt. Dabei ist darauf zu achten, daß alle eventuell vorhandenen Einstellungen, Mischer e.t.c in der Fernsteuerung ausgeschaltet sind, bzw. in ihre Grundeinstellung zurück gesetzt werden und die Pitcheinstellungen nur mit dem Taumelscheibenmischer eingestellt werden. Nach dem Setup hatte ich folgende Werte im Taumelscheibenmischer meiner Graupner MX22 eingestellt:

Pitch: +39
Roll: +63
Nick: +63

Der Erstflug war eigentlich unspektakulär, jedoch mussten im Gegensatz zum V-Stabi, im 600er Rex, noch einige Einstellungen vorgenommen werden. Zum ersten mussten die Roll- und Nickwerte im Taumelscheibenmischer auf 45% zurück genommen werden, jedoch ohne im 3G Setup zu sein. Dadurch verringert sich die Drehrate, ähnlich wie bei einem Heckgyro. Dann musste die Empfindlichkeit auf Roll und Nick zurück genommen werden, da der Heli stark zu schwingen begonnen hat wenn der Heli schneller wurde. Richtig cool sah das bei einer schnell geflogenen Rolle aus. Dazu werden die beiden Potis an der Elektronik verstellt. In meinem Fall von 12 „Uhr“ auf ca. 10 „Uhr“. Weiter musste die Empfindlichkeit des Heckgyros um 12% gegenüber meiner Logitech Kombi reduziert werden.
Bisher bin ich mit dem System sehr zufrieden. Auch auf dem Rücken fliegt der Heli absolut stabil, besser als ich ihn mit Paddeln jemals eingestellt bekommen habe.
Fliegen tue ich im übrigens jetzt mit folgenden Taumelscheibenmischer Werten

Pitch: +39
Roll: +45
Nick: +45

Mein bisheriges Fazit: Viel besser als in vielen Foren etc. beschrieben, jedoch sollten einige Punkte überarbeitet werden. Positiv ist vor allem das einfache Setup, negativ vor allem die nicht immer ganz schlüssige Beschreibung, die wirklich einige Fragen offen lässt und dass man das wippen bei schnellen Flügen nicht wirklich weg bekommt. Daher:

T-Rex 450 Sport Flybarless (µRondo)

So richtig in den Griff habe ich den Heli mit dem 3G System nicht bekommen. Es hat gut funktioniert solange man nicht zu schnell geflogen ist oder wirklich hart gesteuert hat. Es musste also etwas geändert werden.So hab ich das 3G System kurzerhand aus dem Heli verbannt und gegen ein µRondo von der Fa. Pro-RC getauscht. Das µRondo ist sehr viel kleiner als das 3G und da es als Eingangssignale Standard Empfänger, Summensignal Empfänger (Futaba, Jeti,…), den direkten Anschluß von ein oder zwei Spektrum Satelliten Empfängern und Futaba S-Bus Empfänger akzeptiert wird das System auch viel übersichtlicher, das in meinem Fall nur noch ein kleiner Spektrum Satelliten Empfänger zum Einsatz kommt.Das Setup ist etwas gewöhnungsbedürftig, geht aber zügig von der Hand und so war der komplette Umbau mit Setup in 2 Stunden erledigt.Der Erstflug hatte dann eine kleine Überraschung zu bieten, der Heli stand auf seinem Startplatz und nichts passierte, keine Drehzahl. Nach einigem suchen bin ich dann darauf gekommen dass das „Gas Signal“ falschrum ging. Also Servorevers programmiert, aber das half leider auch nichts. Die Lösung war dann letztendlich ganz einfach. Ich habe meinen Graupnersender mittels eines PC Programms so eingestellt dass die Kanäle 1 und 6 vertauscht sind. Das bezieht sich aber nur auf die Ausgänge, die Servoumkehr muss auf dem Ursprünglichem Kanal erfolgen.Also dann los, dar Heli wird leicht, hebt ab und schwebt. Das war mal kein Problem. Dann los zum schellen Rundflug, auch kein Problem, kein Wippen wie beim 3G. Die erste Rolle war dann so schnell beendet dass ich nicht mal zum Aussteuern gekommen bin. Darauf hin wurden die Wege der Taumelscheiben Servos von 100 auf 80% reduziert.
Das ganze System fliegt nach den ersten 2 Flügen viel besser als das 3G nach Monaten mit vielen Stunden rumprobieren.