Blade 200qx mit gedrucktem Frame

Der Blade 200qx ist wirklich ein klasse Quadrocopter, der durch seine 3D Fähigkeit auch richtig Spaß bringt. Leider schlägt der Kleine dann auch das ein oder andere Mal ein und leider geht aufgrund des sehr leichten Chassis sehr oft auch etwas kaputt. Das Chassis zu wechseln ist nicht ganz trivial und die Kosten sind auch nicht zu verachten. Ich bin dann auf Thingiverse auf ein 3D druckbares Chassis gestoßen. Dieses habe ich mir dann heruntergeladen und gedruckt. Für diejenigen, die es interessiert: ABS, Layerhöhe 0,3 mm, 15% Infill. Das Ganze wurde dann mit Kunststoffschrauben verschraubt.
Die erste Überraschung erlebte ich nach dem Wiegen des gedruckte Chassis ist 20 Gramm leichter als das Original.

200qxgewichtdruck 200qxgewichtorg Zum Transport kann man das Chassis zusammenklappen, was ohne die Schrauben zu lösen tadellos funktioniert.200zusammen 200qx

Fliegen tut der Kleine auch mit dem neuen Chassis problemlos und im Falle eines Crash kann ich nun einzelne Teile einfach austauschen und nachdrucken.

200qxflug2 200qxflug1

Ein kleinen Video von Erstflug hab ich auf Youtube hochgeladen.

Die STL Files gibt es hier zum Download

Blade 200qx 3D Update

Lange habe ich schon darauf gewartet, dass der Blade 200qx ein Update bekommt, welches ihn 3D tauglich macht. Man hat schon in diverse Videos Prototypen auf dem Rücken fliegen sehen, von daher war es nur eine Frage der Zeit, bis das Update kommt.
Als ich von Horizon Hobby den Newsletter bekam, habe ich mich richtig gefreut, aber es gab dann auch sogleich einige Fragezeichen in meinen Augen. Weiterlesen

Blade 200QX

Und wieder ein neuer Quadrocopter schoss es mir durch den Kopf, als ich den Blade 200QX in Nürnberg auf der Spielwarenmesse gesehen habe. Na ja, so richtig fertig zu sein scheint er auch nicht, das Chassis sieht noch stark nach Prototyp aus, irgendwie wie ein Jogurtbecher.

200qx
O.K. er war doch schon fertig und das mit dem Chassis ist durchaus so gewollt, man sieht dadurch einfach die LEDs, welche sich im Inneren befinden, durchscheinen und so hat man eine bessere Lageerkennung am Tag und gleichzeitig ist der Kleine auch nachtflugtauglich. Eine Kamera gibt es optional auch noch dazu. GPS gibt es in dem kleinen Bruder des 350QX nicht, das Teil soll als „Sportquadrocopter“ dienen. Es gibt sogar schon die ersten Prototypen, welche rückenflugtauglich sind. Diese Funktion soll angeblich per Softwareupdate nachgereicht werden.
Als der Blade angekommen ist war ich als erstes von der Größe des Kartons erstaunt. Irgendwie hatte ich das Ding größer in Erinnerung. Nach dem Öffnen findet man neben dem eigentlichen Modell, ein Ladegerät mit Adapterkabel, etwas Werkzeug, Ersatzrotorblätter eine 2S 800mAh Akku. Schade ist, dass die Kufen nicht angeschraubt sind. Dies muss man selber machen, was kein Problem darstellt, sofern man anständiges Werkzeug benutzt, der mitgelieferte Innensechskantschlüssel taugte einfach gar nichts. Leider passt der Quadrokopter dann auch nicht mehr in seine Verpackung und somit kann man diese nicht als Transportkoffer verwendet werden.
Die Programmierung der Fernsteuerung geht wie immer schnell von der Hand und ist gut beschrieben. Allerdings gibt es eine kleine Ungereimtheit in der Anleitung. Laut Beschreibung dient der Bindetaster dazu die Motoren aus zu machen, genauso wie es auch beim 350QX ist. Da der 200QX mit einer optionalen Kamera betrieben werden kann und diese vom Sender zu steuern ist, wir dafür der Trainertaster verwendet. Schade, der Trainertaster und der Bindetaster sind der gleiche Schalter. Bedeutet dies nun der 200QX fällt nach jedem Foto vom Himmel? Nein tut er nicht. Mangels Kamera kann ich diese Funktion leider nicht testen, aber die Motoren gehen nicht aus wenn man den Bindetaster betätigt. Zum Abstellen der Motoren musste ich die Trimmung ganz zurücknehmen. Ich hab eine Anfrage an Horizon Hobby gestellt, mal sehen was die dazu sagen.
Ähnlich wie der 350QX verfügt der 200QX über 300 Flugphasen,

–          Stabilisierungsmodus mit geringen Ausschlägen (LED Grün)
–          Stabilisierungsmodus mit großen Ausschlägen (LED Blau)
–          Agilitätsmode (LED Rot)

Über das Flugverhalten kann ich bis jetzt nur eines sagen, von sehr stabil bis sehr agil ist alles dabei. Im Modus „Stabilisierungsmodus mit geringen Ausschlägen“ kann man wirklich im Wohnzimmer fliegen. Für den Agilitätsmode hingegen sollte man schon etwas Platz zur Verfügung haben, dafür gehen Überschläge auf kleinsten Raum.
Um mir ein richtiges Urteil bilden zu können brauch ich aber noch einige Flüge. Was auf alle Fälle klasse ist, ist die Beleuchtung. Die Sichtbarkeit bei Dunkelheit ist wirklich super, aber bei Sonne muss man schon aufpasse wo vorne und hinten ist.

EDIT: Die Antwort von Horizon Hobby, bezüglich des „Gas aus“ Schalters ist nun auch gekommen:
Hier liegt leider ein Fehler vor. Wir empfehlen die Motor aus Funktion auf den 2-positions-Schalter H oder A zu legen, bei der DX7S oder 8 dann TH-HOLD/MIX.

EDIT 2: In der Zwischenzeit ist die Kamera (EFC 721) lieferbar. Als sie geliefert wurde war mein Erstaunen groß, dass die Kamera am Chassis festgeschraubt wird. Im Nachhinein eigentlich klar, denn mit festklipsen oder ähnlichem hätte das nicht gehalten. Flips und ähnlichen gehen übrigens immer noch problemlos, auch mit installierter Kamera.
Die Qualität der Fotos ist wie erwartet nicht berauschend, was aber bei 1,5 Megapixel zu erwarten war. Die Qualität der Filme ist überraschend gut. Klar kommt sie nicht an einen 350 QX mit einer GoPro ran aber durchaus brauchbar. Einzig der „Rolling Shutter“ Effekt stört etwas, aber den kann man ja rausrechnen lassen.

Jetzt gibt es auch ein Firmwareupdate, welches den kleinen 3D fähig macht. Einen Bericht gibt es hier.