Mini Titan Hughes 500

Nachdem ich nun die meiste Zeit mit dem 500er oder 600er T-Rex fliege, wird der Mini Titan etwas vernachlässigt. Da die Akkus durch das herumliegen auch nicht besser werden, habe ich mich entschlossen den Kleinen etwas umzubauen, und zwar mit einem Hughes 500 Rumpf von HeliArtist.
Der Rumpf kommt fertig lackiert nach Hause. Man muss nur noch das Landegestell einkleben, das T-Leitwerk zusammenkleben, 2 kleine Seitenfenster einkleben und die Mechanik einbauen. Das Landegestell und das T-Leitwerk sind kein Problem und in ca. 30 Minuten erledigt. Die kleinen Seitenfenster kommen zum Schluss, da man durch diese Löcher die Mechanik am besten festschrauben kann. Die restlichen Seitenscheiben sind nicht im Lieferumfang enthalten. Ob ich diese noch Nachrüsten werde, weiß ich bisher noch nicht. Das kommt auf die Temperatur des Motors und des Reglers an.
Hier nun die ersten Bilder:

Als nächstes wurde die Mechanik von allem befreit was nicht im Rumpf benötigt wird. So fallen Landegestell, Leitwerke und Streben, sowie die Akkuhalterung weg. Ebenso wird der Heckrotor zum Einbau in den Rumpf entfernt. Die mitgelieferten Holzblättchen werden nun so lange gestapelt, bis die Mechanik sauber in den Rumpf passt. Hierbei muss man darauf achten, dass die Mechanik möglichst hoch kommt, damit die Paddelstange nicht am Dom anschlägt. Nun werden die fertigen Holzklötzchen zusammengeklebt und mit der Mechanik verschraubt. Da es am Rotorkopf etwas eng zugeht muss der Dom mit dem Dremel etwas vergrößert werden.

 

Das meiste Kopfzerbrechen machte mir die Heckanlenkung, da diese im Gegensatz zum T-Rex 450 sehr viel tiefer liegt. Man sieht es dem Rumpf zwar nicht an, aber dort ist viel weniger Platz als man vermutet. Ich habe zahlreiche Internetseiten besucht, aber einfach keine passende Lösung gefunden. Letztlich habe ich bei RC-HELI im Forum gepostet, und siehe da, es kamen passende Tipps. Ich habe es zwar nicht ganz so gemacht wie es mir dort geraten wurde, aber der entscheidende Tipp, nämlich die Kugel der Anlenkung am Heckrotor nach oben zu setzen und etwas unten am Gehäuse weg zu fräsen, kam von dort. Den Heckservo habe ich an den originalen Haltern befestigt, aber diese etwas umgebaut. Die Stege an denen der Servo normalerweise angeschraubt wird, wurden entfernt, und der Servo an der Stelle angeschraubt, ab der normalerweise die Befestigungschrauben ist. Die Position musste ich nicht verändern, somit konnte ich die original Anlenkung weiter verwenden. Das Kabelgewirr welches auf den Fotos zu sehen ist wurde natürlich vor dem Einbau noch etwas geordnet

Damit war das ganze Unternehmen fast beendet. Das Heckrohr habe ich mit dem beigelegten Stern im Rumpf befestigt und diesen mit etwas Tempflex (Silikonartiger Elektronik Kleber der leicht wieder entfernt werden kann) fixiert. Ebenso habe ich die kleinen Seitenfenster und die Kufen mit Tempflex eingeklebt. Die 2. Bohrung des Leitwerks passt leider nur am T-Rex, somit muss ein neues Loch gebohrt werden.  Ich habe dazu einfach das Originalleitwerk auf das Neue gelegt und dann gebohrt. Außerdem braucht man noch 2 Hülsen damit man das Leitwerk  mit etwas Abstand befestigen kann, ansonsten stößt es am  Heckausleger des Rumpf an. Der Schwerpunkt stimmt nun leider nicht mehr und ich werde wohl 50-60 Gramm Blei in die Nase tun müssen. Das tut mir etwas weh, da das Gesamtgewicht im Moment bei ca. 1100 Gramm liegt.

Beim Erstflug war ich trotz eingeflogener Mechanik etwas nervös, zum einen wegen dem umgebauten Heck, zum zweiten ob der Heli mit dem höheren Gewicht noch richtig fliegt, und ob er, wie in vielen Foren beschrieben, Vibrationen am Heck hat. Die Ausschläge habe ich etwas reduziert, denn Kunstflug möchte ich mit dem Heli ja nicht mehr fliegen. Also, Drehzahl an den Rotor, und beobachten. Vibrationen, Gott sei dank keine. Dann also Pitch rein und abheben, na ja, die Drehzahl bricht schon merklich ein, also von der ehemaligen Schwebedrehzahl auf die Kunstflugdrehzahl geschalten und gut ist. Der Heli fliegt merklich träger als ohne Rumpf aber sehr angenehm. Das Flugbild ist wirklich wunderschön und die Lageerkennung ist merklich besser geworden.
Ich bin mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. Und was kommt jetzt? Da ich in der Nase ja Blei habe, denke ich darüber nach eine Beleuchtung einzubauen und das Blei mit etwas sinnvollem zu ersetzen. Weiter mache ich mir Gedanke darüber wie ich die Seitenscheiben einbauen kann und dennoch für aussreichend Kühlung sorgen kann.

Thundertiger Mini Titan

Den Mini Titan hab ich als ARF Modell auf der Messe Sinsheim gekauft, ausgestattet mit Thunder Tiger Motor und Regler. Weiter habe ich HS 65 HB Servos für die Taumelscheibe und einen GY401 mit einem Futaba 61 Speed Carbon Cool Digital auf dem Heck.
Da es die ARF Ausführung war kann ich über den Bau nicht viel sagen. Einzig die Anlenkungen an den Pitchkompensator habe ich auf 3D umgebaut, und die Aussparungen der Servos etwas vergrößert, damit die HS65 HB problemlos passten, weiter habe ich 2 Distanzblättchen gefräst, damit das Servo nicht aneckt . Dann noch zu meinem Lieblingsbauabschnitt ,der Haube. Diese ist wieder erwarten auch beim ARF Modell nicht zusammengebaut, und wie ich schon beim Piccolo geschrieben habe sind Hauben nicht meine Welt. Das Kunststoff der Haube ist sehr weich, so dass sich die Aussparungen für die Lufteinlässe sehr schlecht zu fräsen gehen. Weiter hatte ich ein Problem mit dem Haubenoberteil in Carbon Optik. Obwohl ich dieses genau an der Markierung ausgeschnitten habe passte es nicht richtig auf die Haube. Mit etwas biegen und winden hält es aber doch, nur richtig gut aussehen tut das ganze nicht. Da werde ich wohl eine neue Kaufen und nochmals anfangen.
Als Rotorblätter verwende ich 325 Blattschmied Blätter die eigentlich zum T-Rex gehören. Damit diese passen habe ich einfach 4 1mm Distanzscheiben gedreht und je 2 Stück pro Blatt mit eingeschraubt..
Der Erstflug des MT war eigentlich ganz unspektakulär.  Modell hinstellen, Gasvorwahl 1 aktivieren und abheben. Der MT schwebt mit nur kleinen Korrekturen am Knüppel, aber schüttelt sich etwas. Also wieder runter, etwas getrimmt und die Blätter etwas lockerer gemacht. Neuer Start, aha viel besser, nur die Drehzahl sollte etwas höher sein. Also wieder runter und die die Drehzahl um 10% erhöht. Wieder ab in die Luft, und dieses mal stimmt alles. Pitch rein, der Motor zieht die 9 Grad Pitch problemlos durch und schießt förmlich in die Luft. Noch ein paar Sachen getestet, doch auf einmal geht die Drehzahl runter. Also Landen und den Regler neu programmieren. Ich hatte „Light Discharge“ am Regler programmiert, aber die Drehzahl schaltet dann zu früh runter, also umstellen auf „Standard Discharge“, Akku wechseln und neuer Versuch. Diesmal mit leichtem Rundflug. Der MT wird richtig schnell und ist enorm wendig, ich bin schlichtweg begeistert. Aufgrund der niedrigen Temperaturen von nur 7 Grad wollte ich dem Akku und auch meinen Händen jedoch nicht mehr zumuten und habe nach dem 2 Akku zusammengepackt.
Mein Fazit nach dem Erstflug, ich bin mehr als zufrieden, ich denke der kleine wird mir noch viel Freude bereiten.

Update 08.09.07

Der kleine bring mir immer noch sehr viel Spaß, er ist eben ein richtiger Feierabendflieger. Das Leitwerk hat mir noch nie gefallen, und wurde durch ein Höhen und Seitenleitwerk aus CFK ersetzt. Weiter habe ich mir noch einen Koffer für den kleinen zugelegt, in welchem ich den Heli, inkl. Akkus und Steuerung sicher transportieren kann. Der Koffer ist zwar nicht speziell für den Mini Titan gebaut, aber mit 2 kleinen Änderungen (Schaumstoff an Haube und an Patteln etwas weiter ausschneiden) passt er super rein.Da er leider „nackt“ war hat er eben noch ein paar Aufkleber bekommen.

Update 16.09.07

Wie schon weiter oben erwähnt bin ich mit der Haube des Mini Titans von Anfang an überhaupt nicht zufrieden gewesen, und nachdem das Teil nach etwas Sonneneinstrahlung auch noch eine Beule bekommen hat war Schluss, eine neue muss her. Leider bekommt man T-Rex Hauben an jeder Ecke, aber die für den Mini Titan sind sehr selten.
Ich habe beim Flugtag von Modellbau Friedel eine CFK Haube von Michaelis gefunden. Gesehen, gekauft und am Abend noch die ausspahrungen rausgefräst. Das ging richtig gut im gegensatz zur originalen Kunststoffhaube, dann noch schnell einen mini Dekorsatz entworfen und geplottet, und ….seht selbst.

Update 04.11.07

Eigentlich bin ich ja kein so großer Fan von Tuning Artikel, aber der Alu Kopf für den MT musste dann doch sein, Ich hab die Teile bei RC-City auf der Messe Friedrichshafen gekauft. Der Umbau war problemlos in 2 Stunden erledigt, Die Gestänge mussten nicht verändert werden. Alles ist jetzt spielfrei, und aussehen tut es richtig gut.